Antibakteriell vs. Dauerhaft antibakteriell – worauf Sie bei Reinigungstüchern achten sollten
Warum manche Putztücher schnell unangenehm riechen, andere lange frisch bleiben und welche Rolle die Herstellung dabei spielt.
Wer kennt das nicht? Ein Reinigungstuch wurde gründlich ausgespült und zum Trocknen aufgehängt. Trotzdem riecht
es nach kurzer Zeit unangenehm.
Viele Menschen greifen deshalb zu antibakteriellen Reinigungstüchern. Doch was bedeutet „antibakteriell“ eigentlich? Sind alle diese Tücher gleich gut? Und bleibt die antibakterielle Wirkung auch nach häufigem Waschen erhalten?
Die Antwort liegt vor allem im Material und in der Herstellung.
Warum beginnen Reinigungstücher zu riechen?
Beim Putzen nehmen Reinigungstücher nicht nur Wasser und Schmutz auf, sondern auch Bakterien und andere Mikroorganismen.
Bleibt ein Tuch längere Zeit feucht, können sich darin Bakterien vermehren. Manche dieser Mikroorganismen verursachen die typischen unangenehmen Gerüche, die wir von gebrauchten Putzlappen kennen.
Deshalb ist es wichtig, Reinigungstücher nach der Benutzung gründlich auszuspülen, gut trocknen zu lassen und regelmäßig heiß zu waschen.
Fazit: Eine zusätzliche antibakterielle Faserausrüstung hilft, die Vermehrung von Viren und Mikroorganismen im Tuch zu reduzieren.
Was bedeutet eigentlich „antibakteriell“?
Antibakteriell bedeutet, dass die Vermehrung von Bakterien gehemmt oder ihre Anzahl reduziert werden kann.
Bei entsprechend ausgerüsteten Reinigungstüchern bezieht sich diese Eigenschaft auf das Tuch selbst.
Wichtig zu wissen: Ein antibakterielles Reinigungstuch ist kein Desinfektionstuch. Es desinfiziert nicht automatisch die damit gereinigten Oberflächen.
Die besondere Eigenschaft von antibakteriellen Reinigungsrüchern besteht vielmehr darin, dass Viren, Mikroorganismen, Bakterien von der Fläche aufgenommen und bereits im Tuch eliminiert werden. Dies verhindert eine Weiterverbreitung beim Putzen auf andere Oberflächen.
Warum ist antibakteriell nicht gleich dauerhaft antibakteriell?
Die Unterschiede liegen in der Herstellung und Nutzung entsprechender Technologien. Der Verbraucher kann oft nicht erkennen, welche Art der antibakteriellen Wirkungsweise im Tuch steckt, weil viele Hersteller dies nicht mitteilen. Bei "billigen Tüchern, die als "antibakteriell" angeboten werden, kann vieles dahinter stecken.
So wird z.B. auch Bambus und Kupfer als antibakterielles Material ausgelobt.
Unterscheidung: Es gibt "antibakteriell" und "dauerhaft antibakteriell" - unterschiedliche Funktionen.
Die antibakterielle Funktion kann also auf unterschiedliche Weise im Reinigungstextil enthalten sein.
1. Zeitlich begrenzte antibakterielle Funktion
Hierbei wird die antibakterielle Ausrüstung nachträglich durch "aufgetragene Nanoparatikel" auf das fertige Tuch aufgebracht. Meist werden sogenannte Nanopartikel auf das Tuch aufgetragen.
Bei diesem Herstellverfahren verliert diese Ausrüstung nach ca. 30-50 Wäschen an Wirksamkeit, weil die "aufgetragenen Nanoparatikel" nach und nach ausgewaschen werden und im Abwasser landen.
2. Dauerhaft antibakterielle Funktion
Hierbei wird in einem speziellen Herstellverfahren "Fest-Silber" direkt in der Gewebefaser verankert.
Bei dem verwendeten Träger handelt es sich um einen festen Stoff, welcher Silber als aktive antimikrobielle Komponente aufweist. Dieser Stoff wird direkt im Kunststoff-Polymer bei der Herstellung der Fasern (des Garnes) verteilt, eingebracht und fest verankert. Partikel treten nicht aus.
3. Nur im Feuchten Tuch werden Silberionen aktiv
Immer wenn das Tuch befeuchtet wird, treten Silberionen in Aktion. Im trockenen Tuch sind sie unwirksam.
Partikel können nicht austreten. Das Tuch bleibt sozusagen "dauerhaft antibakteriell".
4. Ist die antibakterielle Funktion nachgewiesen
Speziell hochwertige dauerhaft antibakterielle Tücher wurden vom unabhängigen Institut Hohenheim geprüft & zertifieziert: Aktivsilber beseitigt bis zu 99,99 % Bakterien auf den Tüchern.
Die Unterschiede liegen also darin, ob ein Tuch "befristet antibakteriell" oder "dauerhaft antibakteriell" ist.
Wie viele Waschzyklen solche Tücher haben, hängt mittelbar von der sachgemäßen Pflege ab.
Was zeichnet dauerhaft antibakterielle Reinigungstücher aus?
Bei den entsprechend ausgerüsteten BESIRA-Reinigungstüchern kommt eine spezielle Fasertechnologie zum Einsatz.
Dabei ist reines Silber nach Angaben des Herstellers fest mit den Polyesterfasern verbunden. Es handelt sich nicht um eine lediglich oberflächlich aufgetragene Nanopartikel.
Die antibakterielle Eigenschaft ist dadurch auf eine lebenslange Tuchnutzung ausgelegt.
Besonders wichtig ist dabei der Kontakt mit Feuchtigkeit: Silber entfaltet seine antibakterielle Wirkung nur im feuchten Tuch, wenn Bakterien mit den entsprechend ausgerüsteten Fasern in Berührung kommen.
Beim Wischen werden Bakterien und Mikroorganismen von der Fläche mechanisch aufgenommen, im Tuch eliminiert, somit einer Vermehrung & Weiterverbreitung entgegengewirkt und die Entstehung unangenehmer Gerüche vermieden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein antibakterielles Reinigungstuch niemals gewaschen werden muss - aber eben nicht so oft, wie herkömmliche Tücher, sondern nur bei optischer Verschmutzung.
Wie lange hält die antibakterielle Wirkung?
Das hängt immer vom jeweilgen Herstellverfahren ab. Nur aufgetragene Naopartikel waschen sich mit der Zeit aus und verlieren ihre antibakterielle Aktivität. Erkennbar daran, dass die Tücher wieder angangen zu "müffeln".
Dauerhaft antibakterielle Reinigungstücher, wo Fest-Silber in die Faser eingebunden ist, kann das Silber nicht ausgewaschen werden und ist daher dauerhaft antibakteriell. (Richtige Pflege vorausgesetzt).
Für die bei BESIRA eingesetzte Fasertechnologie wird bei sachgemäßer Pflege eine mögliche Nutzungsdauer von etwa 400 bis 500 Waschzyklen bei 60 °C angegeben.
Diese Angabe ist keine Garantie, dass jedes Tuch unabhängig von seiner Beanspruchung so lange verwendet werden kann. Entscheidend sind die tatsächliche Nutzung und die richtige Pflege.
Wie pflegt man antibakterielle Reinigungstücher richtig?
Damit Reinigungstücher möglichst lange ihre Eigenschaften behalten, sollten einige einfache Regeln beachtet werden:
Bei maximal 60 °C waschen.
Keinen Weichspüler verwenden, da dieser die Reinigungsleistung der Fasern und die antibakterielle Aktivität beeinträchtigt.
Keine chlorhaltigen Bleichmittel verwenden.
Hohe Trocknertemperaturen vermeiden.
Nach der Benutzung gründlich ausspülen und gut trocknen lassen.
Auch antibakteriell ausgerüstete Reinigungstücher benötigen regelmäßige Pflege.
Woran erkennt man hochwertige Reinigungstücher?
Nicht allein die antibakterielle Ausstattung entscheidet über die Qualität.
Ein gutes Reinigungstuch sollte vor allem seine eigentliche Aufgabe zuverlässig erfüllen: Schmutz aufnehmen und Oberflächen gründlich reinigen.
Achten Sie deshalb auf folgende Eigenschaften:
Gute Reinigungsleistung: Schmutz Und Wasser wird zuverlässig aufgenommen.
Hohe Wasseraufnahme: Das Tuch lässt sich gut für die feuchte Reinigung einsetzen.
Streifenfreie Ergebnisse: Besonders wichtig bei Glas, Spiegeln und glatten Oberflächen.
Langlebigkeit: Das Material bleibt auch nach häufigem Waschen gebrauchstauglich.
Waschbeständige antibakterielle Ausstattung: Die Wirkung bleibt bei sachgemäßer Pflege möglichst lange erhalten.
Gerade bei Glas, Spiegeln und Hochglanzflächen kann ein hochwertiges Reinigungstuch außerdem viel Arbeit ersparen, wenn kein zusätzliches Nachpolieren erforderlich ist.
Warum können langlebige Reinigungstücher wirtschaftlicher sein?
Ein günstiger Kaufpreis bedeutet nicht automatisch, dass ein Reinigungstuch auf Dauer preiswert ist.
Muss ein billiges Tuch häufig ersetzt werden oder erfordert die Reinigung zusätzliches Nachwischen und Polieren, entstehen weitere Kosten und zusätzlicher Zeitaufwand.
Ein hochwertiges, langlebiges Reinigungstuch kann deshalb trotz eines höheren Anschaffungspreises wirtschaftlicher sein.
Das gilt für den privaten Haushalt ebenso wie für Hotels, Praxen, Gastronomiebetriebe und professionelle Reinigungsdienste.
Denn beim Reinigen zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Zeit, die dafür benötigt wird.
Häufige Fragen zu antibakteriellen Reinigungstüchern
Sind alle antibakteriellen Reinigungstücher gleich?
Nein. Sie unterscheiden sich in der Material-Zusammensetzung, der Verarbeitung, in der Art der antibakteriellen Ausrüstung sowie in Langlebigkeit und Waschbeständigkeit.
Können sich antibakterielle Wirkstoffe beim Waschen auswaschen?
Ja, das ist möglich. Das hängt vom Herstellverfahren ab. Manche Ausrüstungen verlieren nach 30-50 Wäschen an Wirksamkeit. Andere sind dauerhaft mit den Fasern verbunden.
Warum riechen manche antibakteriellen Tücher weniger unangenehm?
Eine wirksame antibakterielle Faserausrüstung kann die Vermehrung bestimmter geruchsbildender Bakterien im feuchten Tuch reduzieren. Regelmäßiges Waschen und an der Luft trocknen lassen bleiben trotzdem notwendig.
Reinigen antibakterielle Tücher automatisch besser?
Nicht unbedingt. Die antibakterielle Eigenschaft betrifft vor allem die Bakterien im Tuch. Wie gut eine Oberfläche gereinigt wird, hängt zusätzlich von der Faserstruktur, dem Material und der richtigen Anwendung ab.
Muss man bei antibakteriellen Reinigungstüchern Reinigungsmittel verwenden?
Hochwertige Reinigungstücher haben durch die besondere Faserstruktur eine enorme Reinigungskraft und reinigen völlig chemiefrei nur mit Wasser. Bei stärkeren Verschmutzungen, wie z.B. Fett ist etwas Spülmittel oder Naturseife angebracht.
Bei hartnäckigen Verschmutzungen oder wenn eine Desinfektion erforderlich ist, können zusätzliche geeignete Mittel notwendig sein.
Fazit: Qualität zeigt sich nicht nur beim ersten Putzen
Wer Reinigungstücher kauft, sollte nicht nur auf die Bezeichnung „antibakteriell“ achten.
Entscheidend sind die Reinigungsleistung, das Herstellverfahren, die Waschbeständigkeit und die Lebensdauer.
Eine dauerhaft antibakterielle Faserausrüstung kann dazu beitragen, dass sich bestimmte Bakterien im feuchten Tuch weniger vermehren und unangenehme Gerüche reduziert werden.
In Verbindung mit einer guten Reinigungsleistung und hoher Langlebigkeit entsteht daraus ein echter Vorteil im Alltag.
Denn ein gutes Reinigungstuch erkennt man nicht nur daran, wie sauber es beim ersten Mal putzt, sondern auch daran, wie zuverlässig es nach vielen Anwendungen noch funktioniert.
BESIRA – hochwertige Reinigungstücher für den privaten Haushalt und den professionellen Einsatz.

